x
Zu den Inhalten springen
Herzlich willkommen bei Brot für die Welt in den Evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippe
|| Landeskirche Hannovers > FAQ - Häufig gestellte Fragen > FAQ-So arbeitet Brot für die Welt

Häufige Fragen: Wie arbeitet Brot für die Welt?

Kreislauf eines Projekts vom Antrag bis zum Ende bei Brot für die Welt

Was ist Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst?
Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst setzt sich seit mehr al 50 Jahren weltweit für die Überwindung von Armut und für mehr Gerechtigkeit ein. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Ernährungssicherung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bewahrung der Schöpfung. Wir unterstützen über Partnerorganisationen und einheimischen Kirchen in den Ländern Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas und Südosteuropas arme und ausgegrenzte Menschen, damit sie aus eigener Kraft ihre Lebenssituation verbessern können. Auf Anfrage von Partnerorganisationen entsenden wir auch Freiwillige und Fachkräfte. Der Fokus unserer Arbeit in Deutschland liegt auf Lobby-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Damit wollen wir Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen und das Bewusstsein für die Situation von Menschen in Ländern des Südens stärken.
Unsere Arbeit wurzelt in dem Glauben, der die Welt als Gottes Schöpfung bezeugt, in der Liebe, die gerade in dem entrechteten und armen Nächsten ihrem Herrn begegnet, und in der Hoffnung, die in der Erwartung einer gerechten Welt nach Gottes Willen handelt.

Welche Projekte unterstützt Brot für die Welt?
Brot für die Welt unterstützt arme und ausgegrenzte Menschen in 100 Ländern auf der Welt, um sie zu befähigen, selbst ihre Lebenssituation zu verbessern. Eine Milliarde Menschen auf der Welt leiden an Hunger – einer der Hauptschwerpunkte in der Arbeit von Brot für die Welt ist darum Ernährungssicherung. Dazu zählen beispielsweise die Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft, des Fairen Handels und Programme wie Mikrokredite. Auch Projekte zur Gewaltüberwindung und Demokratieförderung, für den Zugang zu Basisdienstleistungen wie Bildungseinrichtungen und Gesundheitsversorgung, für die Bekämpfung von HIV/Aids und Maßnahmen, die Projektpartner beraten und qualifizieren, werden gefördert.

Wie werden Projekte in die Förderung von Brot für die Welt aufgenommen?
Meistens entstehen durch den Dialog mit langjährigen Partnern Projekte. Die Partner in den Ländern des Südens kennen die Bedürfnisse der Menschen vor Ort genau und entwickeln Ansätzen zur Überwindung von Armut und Ungerechtigkeit, die sie als Projekte ausbauen wollen. Dazu stellen sie Anträge an Brot für die Welt zur Finanzierung. In diesen beschreiben sie detailliert, was die Situation und der Bedarf, die Problemursache, angestrebte Ziele und Maßnahmen für ein Projekt sind. Mitarbeitenden aus der Programmabteilung von Brot für die Welt prüfen diesen Antrag auf Stimmigkeit und Fachlichkeit. Besonderen Wert legen wir auf die Beteiligung der Zielgruppe eines Projekts in allen Projektphasen. Der Bewilligungsausschuss für Ökumenische Diakonie entscheidet über den Projektantrag. Wenn dieser zugestimmt hat, setzen Brot für die Welt und der jeweilige Projektpartner einen Kooperationsvertrag auf, in dem die Dauer und Höhe der Förderung geregelt sind. Erst wenn der Partner den Vertrag unterschrieben hat, überweist Brot für die Welt zum ersten Mal Geld. Die Partner verpflichten sich zu regelmäßigen Berichten über Projektfortschritte und Finanzierung während der Förderung. Staatlich anerkannte unabhängige Wirtschaftsprüfer aus den Projektländern überprüfen die jährlichen Berichte der Projekte, außerdem machen sich Brot für die Welt-Mitarbeitende durch Reisen ein eigenes Bild von den Fortschritten in den Projekten. Nach Projektende analysiert die Partnerorganisation den Projektverlauf und seine Wirkung. Bei langjährigen Partnern finden auch externe Evaluationen statt.

Wieso stellt Brot für die Welt als Beispiele immer schon durchfinanzierte Projekte vor?
Wir arbeiten bereits seit über 50 Jahren mit einer festen Finanzplanung. Um wirkungsvoll arbeiten zu können, bieten wir unseren Partnern finanzielle Planungssicherheit an. Das heißt, die Finanzierung von Projekten steht bereits mit dem Beschluss, ob diese gefördert werden. Nur so können die Projekte vor Ort nachhaltig planen und handeln, ohne einen jähen Abbruch der Finanzierung fürchten zu müssen. Bis 2012 basierten mehr als vier Fünftel unsere Einnahmen auf Spenden und Kollekten von Kirchengemeinden, Aktionsgruppen, Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Einzelpersonen. Dass wir mit den gespendeten Geldern zweckgerichtet umgehen, bestätigt uns jedes Jahr das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) durch die Verleihung des Spendensiegels.

Ist die Hilfe von Brot für die Welt nachhaltig?
Es ist das Kennzeichen eines Projektes, ein Anfang und ein Ende zu haben. In der Regel werden Projekte über drei Jahre gefördert, teilweise wird die Zusammenarbeit mit Brot für die Welt auch verlängert. Nachhaltigkeit soll durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern geschaffen werden, die selbst die Situation vor Ort am besten kennen und durch eigenes Engagement Projektanträge stellen und die Durchführung der Projekte managen. Viele der Projekte sind Investitionen in Menschen, diese sind und bleiben aktiv - auch nach dem Ende der Förderung.

Wie unterscheidet sich Brot für die Welt von Diakonie Katastrophenhilfe?
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 1954 das humanitäre Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie unterstützt im Rahmen der Soforthilfe Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Jährlich fördert die Diakonie Katastrophenhilfe etwa 150 Hilfsmaßnahmen, um menschenwürdige Lebensbedingungen in den Notgebieten wiederherzustellen. Im Gegensatz zu langfristigen Projekten bei Brot für die Welt unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die Betroffenen in den Notgebieten kurzfristig.

  • © 2018 Brot für die Welt.